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Shop News
06 Aug 2008

Neuer Trendscout: Deutsche E-Shops setzen langsam Rost an

Viele Shop-Systeme deutscher E-Commerce-Unternehmen bedürfen offenbar einer Generalüberholung. Sechs von zehn Verkaufsplattformen sind nach eigenen Angaben technisch nicht auf dem neusten Stand. Für einen kompletten Relaunch der Shop-Software steht den Internethändlern häufig nicht das nötige Budget zur Verfügung. 40 Prozent der Betreiber von Webshops bewerten die Investitionen in neue Shop-Systeme als zu gering. Dies ergibt der neue INTERNET WORLD Business-Trendscout „Technik-Trends bei E-Shops“, der von novomind in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift INTERNET WORLD Business erstellt wurde. Deshalb laufen E-Shops häufig fünf Jahre und länger, ohne dass die Software erneuert wird. Jeder fünfte befragte Online-Händler hat in den vergangenen fünf Jahren auf eine Total-Erneuerung verzichtet und sich – wenn überhaupt – mit Faceliftings und Updates in Teilbereichen seiner Shop-Software begnügt. 13 Prozent der E-Shops vertrauen sogar immer noch komplett den Alt-Systemen von vor fünf Jahren. Veraltete E-Shops können teuer werden Fehlende oder verzögerte Investitionen in neue Shopping-IT drücken sich schnell durch sinkende Kaufabschlüsse aus. Kunden verlieren schnell die Lust auf den Interneteinkauf, wenn sich beispielsweise die Shopping-Seiten zu langsam aufbauen oder der Shop wegen Wartungsarbeiten wiederholt nicht erreichbar ist. Den befragten E-Shops ist das durchaus bewusst: Drei Viertel versprechen sich von einer neuen Software-Lösung eine schnellere Kaufabwicklung, geringere Abbruchquoten und eine bessere Kundenbindung. Zudem erleichtert eine moderne Shopping-Software die Anbindung an externe Vertriebsplattformen. Für Online-Händler, deren Shopping-Systeme beispielsweise über keine marktkonformen Schnittstellen verfügen, ist die technische Anknüpfung an virtuelle Marktplätze deutlich aufwändiger und damit teurer. Drei von vier E-Commerce-Firmen kupfern ab Dazu kommt: Den Zeitpunkt, wann ein Shop-Austausch fällig ist, bestimmt vielfach die Konkurrenz. 76 Prozent der Befragten beobachten die Technik der Wettbewerber. Zwei Drittel warten zudem auf die Rückmeldung vom Kunden, dass etwas nicht stimmt. 27 Prozent der Online-Händler reagieren sogar erst, wenn die Umsatzzahlen sinken und Investitionen in neue Shop-Systeme quasi erzwingen. Nur ein Fünftel der E-Shops orientiert sich frühzeitig.