Brauchen Sie Hilfe?

News Marketplace
31 Jul 2020

Kreativ in der Corona-Krise: Selfpublishing-Boom bei BoD

Homeoffice und Lockdown geben Digitalisierungsschub / Online-Marktplätze steigern Sichtbarkeit und Reichweite

Es läuft bei BoD (Books on Demand): Der größte deutsche Dienstleister für Selfpublisher erlebt im ersten Halbjahr 2020 ein so nie erwartetes Megawachstum – allein im Mai ist die Anzahl der Neuveröffentlichungen um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Wie kann das sein? Zur Antwort gehören drei zentrale Faktoren: Digitalisierung, Homeoffice und – Corona. Die weltweite Pandemie in Folge des neuartigen Corona-Virus vernichtet Wirtschaftsleistungen rund um den Globus. Doch sie hat stellenweise einen Digitalisierungsschub in Gang gesetzt, der zuvor in Deutschland so nicht denkbar war.

Seit mehr als 20 Jahren ist BoD mit Sitz in Norderstedt bei Hamburg erste Anlaufstelle für das Selfpublishing von E-Books und Büchern ab einem Exemplar. Was in der Buch- und Verlagswelt als Branchenrevolution begann, ist heute fest etabliert: Rund 50.000 Autoren und fast 3.000 Verlage zählen zum Partnerpool. Mehr als 90.000 Printbücher und über 70.000 E-Books sind mit BoD im Selfpublishing erschienen und heute für Leser verfügbar. „Mit uns hat die Demokratisierung des Buch-Schreibens und -Veröffentlichens in die Verlagswelt Einzug gehalten“, sagt BoD-Geschäftsführer Dr. Gerd Robertz. Plötzlich habe grundsätzlich jeder die Möglichkeit gehabt, Autor zu werden und seine Werke nach dem „print-on-demand“-Prinzip zu publizieren.

Krise als Chance
Im Frühjahr 2020 kam zum individuellen Wunsch auch die plötzlich mehr verfügbare Zeit der Menschen hinzu: Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Lockdown sowie das massenhafte Ausweichen ins Homeoffice bewirkten gezwungenermaßen nicht nur einen Digitalisierungsschub, sondern vielfach auch die Inspiration und den Antrieb zum Schreiben. „Wenn nicht jetzt, wann dann“ scheint ein häufiger Gedanke zu sein in der Corona-Pandemie. „In unsicheren Zeiten lieben die Menschen das gedruckte Wort“, weiß Dr. Robertz, ob print oder digital. Und in gerade diesen Corona-Zeiten 2020 greifen die Menschen ganz offensichtlich selbst zu Stift und Tastatur und nutzen die Gelegenheit, die die Krise ihnen bietet.

Digitalisierung: Marktplätze als Multiplikator
Während in der Corona-Krise viele Buchhändler urplötzlich nahezu ausschließlich auf ihre digitalen Vertriebswege (eigene Online-Shops) angewiesen waren und diese teilweise erstmals offensiv beworben haben, stehen bei BoD von jeher digitale Abläufe im Mittelpunkt: Kontaktaufnahme, Produktion und Druck, Auslieferung – alles beruht auf digitalen Prozessen. Und auch wenn der Hauptvertrieb über die klassischen Vertriebskanäle Buchgroßhandel und Buchhandlungen läuft, gewinnen Online-Handel und Online-Marktplätze zunehmend an Bedeutung. So war auch die digitale Anbindung an die Online-Marktplätze amazon und eBay im Jahr 2017 ein wichtiger Schritt in Richtung Reichweitenvergrößerung und Internationalisierung. Für die ebenso einfache wie zuverlässige technologische Marktplatzanbindung sorgt die Software „novomind iMARKET“.

„Auch wenn die Online-Marktplätze aktuell für uns noch Ergänzungen der Hauptvertriebskanäle sind, spüren wir die Wirkung der Marktplatzanbindung“, berichtet Dr. Robertz. „Sie sind Teil unseres digitalen Fußabdrucks und machen die Titel unserer Autorinnen und Autoren sichtbarer.“ Das führe dazu, dass auch die Angaben über die Lieferbarkeiten der verfügbaren Titel besser anzeig- und kontrollierbar sind. „Die Marktplatzanbindung war sinnvoll und zielführend, wir werden in den nächsten Monaten auch die Erweiterung auf europäische Marktplätze prüfen.“

Inhaltlich findet sich nahezu das gesamte Spektrum von Veröffentlichungen im BoD-Portfolio: Vom Ratgeber über Diplom- und Abschlussarbeiten über Romane und Kinderbücher bis hin zum Geschäftsbericht für Unternehmen und Konzerne – auch B2B-Auftragsarbeiten werden bei BoD gedruckt. Begonnen hatte alles ganz „staatstragend“: Das erste Buch im Print-on-Demand-Verfahren über BoD erschien am 1. Juli 1998 – „Die Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg“.