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Shop News
08 Dez 2009

E-Shop-Ausstattung auf dem Prüfstand: Viele Funktionen bleiben ungenutzt

93 Prozent der E-Shops, die ihre Kunden mit mehr als 20 Shop-Funktionen beim Kauf unterstützen, sind auch mit dem wirtschaftlichen Ergebnis zufrieden. Internetkunden meiden somit E-Shops, die sie alleine lassen, statt ihnen das Einkaufen mit einer breiten Funktionspalette zu erleichtern. Bei den Betreibern, die mit Funktionen geizen, sind es nur halb so viele. Viele E-Shop-Betreiber nutzen das technische Potenzial ihrer Shop-Technik nicht voll aus. Das gilt für die technischen Möglichkeiten an der Benutzeroberfläche genauso wie für das Shop-Controlling. Dies ergab eine neue novomind-Studie. Hierfür wurden im November 200 E-Commerce-Entscheider zum eigenen Funktionsumfang ihrer E-Shops befragt und im September 15 Plattformen anhand von Testkäufen unter die Lupe genommen. Sales- und Service-Funktionen stehen im Fokus Die Mehrheit der E-Commerce-Unternehmen legt derzeit den Fokus ihrer Investitionen in Shopfunktionen, die den Gang zur virtuellen Ladenkasse abkürzen und den Dialog zwischen Kunde und Anbieter komfortabler gestalten. Dazu gehören beispielsweise die Nachverfolgung von Bestellungen am Bildschirm, die Anzeige von Rabatten an der Online-Ladenkasse sowie die Empfehlung ähnlicher Produkte. Ausbaufähig ist zudem die Produktpräsentation: Die E-Shops beschreiben ihre Ware zu häufig nur in Textform oder zeigen ihren Kunden maximal ein Foto. 29 Prozent setzten derzeit auf eine umfangreichere Artikeldarstellung, beispielsweise durch 3D-Ansichten oder Videos. Mitmach-Funktionen sind noch kein Marktstandard Den Schritt von der reinen Warenpräsentation zum „Community Shop“ hat die Mehrheit der E-Shops noch vor sich. Erst bei fast einem Drittel der Unternehmen können Kunden Artikel per Tell-a-friend-Funktion weiterempfehlen, Produkte mit einem Punkte- oder Sternesystem bewerten und Lookbooks mit Favoriten zusammenstellen. Da allerdings immer mehr Interneteinkäufer darauf achten, dass sie sich im virtuellen Ladenlokal mit anderen Usern austauschen können, wird ein umfassendes Spektrum an Web 2.0-Funktionen künftig immer wichtiger. E-Shops: Controlling greift zu kurz Der sparsame Umgang mit dem technischen Funktionsumfang setzt sich bei der Shop-Erfolgskontrolle fort. 81 Prozent der Betreiber zählen zwar die Besucher ihrer E-Shop-Seiten. Zusätzlich sammeln die Controller Informationen über Ein- und Ausstiegsseiten. Was vielen Unternehmen allerdings noch fehlt, sind monetäre Kennzahlen, die den betriebswirtschaftlichen Erfolg messen und mit Zielen abgleichen. Eine sonst im Vertrieb übliche Auswertung anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen findet nicht statt oder befindet sich erst im Aufbau. Die E-Commerce-Unternehmen verschenken damit erhebliches Vertriebspotenzial. Hintergrundinformationen Im Auftrag von novomind wurden 200 Entscheider im IT-Bereich eines Online-Shops befragt und analysiert, welche Funktionen in E-Shops verwendet werden oder geplant sind und welche von Experten als sinnvoll angesehen werden. Die Daten wurden von September bis Oktober 2009 erhoben. Zusätzlich wurden exemplarisch 15 deutschsprachige E-Shops untersucht, deren Shopsysteme innerhalb der letzten zwölf Monate einem Relaunch unterzogen wurden.