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eCommerce – Plattformen im Überblick

Die Basis eines erfolgreichen elektronischen Handels ist eine exzellente E-Commerce-Plattform. In dieser Standardkomponente sind sämtliche Basisfunktionen für den elektronischen Handel enthalten. Zwar gibt es durch die erhebliche Marktbereinigung in den letzten Jahren nur noch eine Handvoll relevanter Systeme. Trotzdem: Für die Wahl des richtigen Systems ist notwendig, dass man Erfahrungen im Betrieb solcher Komponenten hat. Wissen spart – gerade an dieser Stelle – bares Geld. Die Kosten für die Systeme variieren erheblich. Während die Nutzungslizenz bei einer OpenSource-Lösung kostenlos sein kann, wird die Nutzungslizenz für ein kommerzielles System leicht mehrere 10.000 Euro betragen.
Aber: Ein monetärer Vergleich allein macht selbstverständlich keinen Sinn. Unsere Erfahrung: Jedes der von uns vorgestellten Systeme hat Plus- und Minuspunkte. Eine Empfehlung lässt sich nur nach konkreter Beurteilung der individuellen Kunden- und Projektsituation geben. Und so halten wir es auch: erst die exakte Diagnose, dann die passende Therapie.
Alle Lösungen, die wir vorstellen, eignen sich je nach Projektsituation sehr gut. Auch wenn es keine Migrations-Pfade von einer kleinen Lösung (wie z.B. ePages) zu einer HighEnd-Lösung (wie z.B. INTERSHOP, hybris) gibt, gilt auch bei der Systemauswahl der Grundsatz "Think Big, start small".

Out-of-the-box-Systeme

Die E-Commerce Plattform liefert die notwendigen Standardfunktionalitäten für einen reibungslosen Handel über das Internet (Catalog-Browsing, Product View, Search, Basket, CheckOut ...).

Systemauswahl

Neben technologischen Aspekten spielen die Anschaffungs- und Betriebskosten der Plattform und der ggf. zusätzlich notwendigen Komponenten (z.B. Datenbank) eine wesentliche Rolle bei der Produktauswahl.

Integration

In der Regel werden E-Commerce Systeme als Vorrechner zu vorhandenen Warenwirtschaftssystemen betrieben und müssen aus diesem Grund in die vorhandene IT Landschaft integriert werden.
Microsoft Commerce Server 2002
Die Software arbeitet ausschließlich auf dem eigenem Betriebssystem: Windows 2000 Server und Windows XP.
Bei der Wahl der weiteren Komponenten gibt es Einschränkungen: Lediglich der Microsoft SQL Server kann als Datenbank verwendet werden, als Content Management System wird das CMS von Microsoft empfohlen und zur Entwicklung bietet sich das Microsoft Developer Studio an. Als Webserver kommt nur der IIS zum Einsatz.
Die Verwendung von .NET und COM+ zeigt, das dieses Produkt neueste Technologien einsetzt.
Konsequenz: Der Microsoft Commerce Server eignet sich weniger für heterogene E-Commerce-Umgebungen, sondern bietet sich immer dann an, wenn Microsofttechnologie ohnehin schon eingesetzt wird.
Preisniveau: relativ niedriger Einstiegspreis. Da jedoch weitere Microsoft-Produkte benötigt werden, um an das Ziel zu gelangen, relativiert sich der geringe Lizenzpreis wieder.
INTERSHOP enfinity 2.x / MultiSite
Im europäischen Markt konnte sich Intershop Enfinity aufgrund der guten Performance und der effektiven Caching-Mechanismen bei Web-Seiten mit hohem Traffic durchsetzen.
Die Verwendung von Java und XML ermöglicht einen hohen Grad an Interoperabilität. Außerdem ist das Management des Shops durch das enfinity Management Center (eMC) sehr einfach.
Ein flexibles Datenbankmodell erlaubt eine einfache Anpassung des Systems an die jeweiligen Bedürfnisse, ohne das Datenbank-Schema verändern zu müssen.
Aus der ursprünglichen enfinity Produktline hat der Hersteller die Folgeprodukte MultiSite und aktuell die enfinity Suite 6 entwickelt und so die notwendige Kontinuität sicher gestellt.
Mit der aktuellen Lösung werden Multi-Shop Konzepte mit aktuellen Technologien (Linux, Blade) umgesetzt.
Neben dem klassischen Lizenzierungsmodell bietet INTERSHOP nun auch attraktive Einstiegsmodelle an, die sich am Transaktionsvolumen orientieren.
IBM Websphere Commerce
Der IBM Websphere Commerce Server basiert auf dem gleichnamigen Application Server.
IBM baut ebenfalls auf Java und XML. Im Gesamtpaket werden viele Extras angeboten, beispielsweise Personalisierung.
Anders als der reine Application Server, konnte sich der Commerce Server in Europa bisher noch nicht durchsetzen.
Preisniveau: Das IBM-Lizenzmodell sieht den Einsatz für mehrere Shops erst in der Professional Edition vor. Der Aufwand für die Integration ist in der Regel hoch, da IBM kein Out-of-the-box-Produkt liefert. Auch die notwendige zusätzliche Software, wie der "WebSphere Catalog Architect" und das "WebSphere Commerce Studio", müssen bei der Kalkulation der Kosten berücksichtigt werden. Ohne diese Komponenten lässt sich das Produkt nicht hundertprozentig ausschöpfen.
ePages Hosting Edition
Die Firma ePages Software GmbH des ehemaligen Intershop-Mitbegründers Wilfried Beeck hat im Dezember 2002 die Rechte am Vertrieb von Intershop4 übernommen. Jetzt wird das Produkt unter dem Namen "ePages" vertrieben.
Der hohe Reifegrad und die Verwendung in über 30.000 Installationen sprechen für das Produkt, das sich speziell an mittelständische Firmen richtet. Weitere Vorteile: Java API und WebServices und ausgereifte Administrationstools. Mit diesen kann ein Shop-Betreiber über ein Web-Frontend seine Produkte, Benutzerdaten und Templates selbst importieren und verändern.
Nachteil: Diese Software eignet sich aufgrund der verwendeten Technologie (Perl) nicht für High-Traffic-Sites.
Preisniveau: Niedriger Lizenzpreis und geringer Aufwand für administrative Oberflächen
hybris E-Business Plattform 2.0
hybris entwickelt und vertreibt mit der hybris E-Business Plattform eine flexible Basistechnologie für alle Arten von E-Business Applikationen.
Die hybris E-Business Plattform ist der direkte Nachfolger von hybris jakarta. Durch die Verwendung modernster Technologien wie J2EE, XML und EJB sowie der umfangreichen Funktionsbibliothek kann mit der aktuellen Version sehr schnell die gewünschte Lösung produziert werden. Die Programmierung erfolgt über eine Java-API (JaLo). Produkt- und Bestelldaten können wahlweise über ein HTML-Frontend (WebMC) oder einer individuellen Applikationsschnittstelle administriert werden.

Die Verwendung von Java bringt eine hohe Plattform-Unabhängigkeit und ermöglicht die flexible Integration eigener Komponenten und Schnittstellen.

In der E-Business Plattform 2.0 wurde das bereits vorhandene Clustering weiter verbessert. In Verbindung mit dem neuen JaLo Caching wird die neue Version zur High-Perfromance Lösung.
OpenSource OfBiz
OpenSource-Komponente "OFBiz" verfügt noch nicht über alle benötigten Funktionen und Verfahren
Insbesondere Funktionalitäten wie Reporting und Administration sind nicht in dem Maße vorhanden, den man in kommerziellen Systemen erwarten kann. Dadurch ist in der Spezifikationsphase zunächst festzulegen, welche Features&Functions ergänzt werden müssen, bevor die eigentliche Projektrealisierung starten kann.
Durch eine solche Vorgehensweise kann die grundsätzliche Realisierungs- und RollOut-Idee beibehalten werden. Das E-Commerce-System stellt die Plattform mit allen Standardfunktionen zur Verfügung, die projektspezifischen Funktionen werden ergänzt.
Schreiben Sie uns hier falls Sie weitere Informationen benötigen oder einen Beratungstermin wünschen.
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